WIG-Schweißen für Edelstahl, Titan und Inconel®
WIG ist das präziseste Lichtbogenschweißverfahren. Wir setzen es ein, wenn Qualität, Maßhaltigkeit und Optik der Naht zählen: an dünnwandigen Rohren, komplexen Rohrsystemen und anspruchsvollen Werkstoffen. Vom Prototyp bis zur Serie, nach Ihrer Zeichnung und freigegebener Schweißanweisung.
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Auf einen Blick
- Edelstahl, Titan, Inconel®, Aluminium, Stahl
- Rohr- und Blechbaugruppen
- Formier- und Schleppgasschutz für Titan
- Zertifiziert nach DIN EN ISO 3834-2 Schweißfachbetrieb und Luftfahrtschweißerprüfung --> Zu den Zertifikaten
Ihre Vorteile
- Saubere Sichtnähte: spritzerfrei, gleichmäßig, wenig Nacharbeit
- Wenig Verzug: kontrollierter, geringer Wärmeeintrag
- Titan-Kompetenz: Schutzgas an Wurzel und Oberseite gegen Anlauffarben
- Alles aus einer Hand: Biegen, Umformen, Schweißen und Prüfen
So funktioniert WIG-Schweißen
Beim WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas, englisch TIG) brennt der Lichtbogen zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück. Argon oder ein Argon-Helium-Gemisch schützt Elektrode und Schmelzbad. Den Zusatzwerkstoff führt der Schweißer getrennt zu, oder er schweißt dünne Bauteile ganz ohne Zusatz.
Weil Lichtbogen und Zusatzwerkstoff getrennt sind, lässt sich die Wärme sehr genau dosieren. Mit gepulstem Strom bringen wir bei dünnen Wandstärken noch weniger Wärme ein. Das Ergebnis sind porenarme, spritzerfreie Nähte mit feiner Schuppung, die oft ohne Schleifen als Sichtnaht bleiben können.
Titan und Inconel®: Schutzgas ist alles
Titan nimmt bei hoher Temperatur Sauerstoff und Stickstoff auf und versprödet. Deshalb schützen wir beim Titanschweißen nicht nur das Schmelzbad. Die Nahtwurzel wird mit Formiergas gespült, und eine Schleppgasdüse hält die abkühlende Naht unter Argon. Die Farbe der Naht zeigt, ob der Schutz gereicht hat: silbern bis strohgelb ist in Ordnung, blau oder grau nicht.
Inconel® und andere Nickelbasislegierungen sind hitzebeständig und werden vor allem in Abgastrakten eingesetzt. Sie verlangen saubere Nahtvorbereitung, kontrollierte Zwischenlagentemperatur und einen gleichmäßigen Schweißrhythmus. Das beherrschen unsere Schweißer aus der täglichen Arbeit an Abgasanlagen für Automobil und Motorsport.
Vorbereitung und Ablauf
Jede Naht beginnt vor dem Zünden des Lichtbogens. Wir reinigen und entfetten die Fügestellen, richten die Bauteile in Vorrichtungen aus und heften sie. Geschweißt wird nach freigegebener Schweißanweisung (WPS) mit geprüften Schweißern. Nach dem Schweißen folgen Sichtprüfung, Maßkontrolle und bei medienführenden Bauteilen die Dichtheitsprüfung.
WIG- Schweißen in größeren Mengen stellen wir über WIG- Schweißroboter dar.
Kenndaten
Verfahren: 141 nach DIN EN ISO 4063
Ausführung: manuell, Rohr und Blech
Schutzgas: Argon, Argon-Helium, Formiergas
Stromart: Gleichstrom für Stahl, Edelstahl, Titan, Inconel®; Wechselstrom für Aluminium
Losgröße: 1 Stück bis Serie
Werkstoffe: Edelstahl, Titan, Inconel®, Aluminium und Stahl
Typische Anwendungen
- Abgasanlagen und Schalldämpfer aus Edelstahl und Titan
- Medienführende Leitungen und Rohrbaugruppen
- Luftfahrtkomponenten aus Titan und Inconel®
- Gehäuse und Blechbaugruppen mit Sichtnaht
- Prototypen und Musterteile
- Branchen: Luft- und Raumfahrt, PKW & Motorsport, Wasserfahrzeuge, Energie- & Umwelttechnik, Maschinen- & Anlagenbau
WIG oder Laserschweißen von Hand?
| Kriterium | WIG- Schweißen | Laserschweißen von Hand |
| Werkstoffe | Nahezu alle, inkl. Titan und Inconel® | Vor allem Edelstahl und Stahl |
| Wandstärke | Dünn bis mittel | Dünnblech und dünnwandige Rohre |
| Geschwindigkeit | Langsamer | Deutlich schneller |
| Verzug | Gering | Sehr gering |
| Nahtoptik | Feine Schuppung, klassische Sichtnaht | Schmal, glatt, kaum Anlauffarben |
Bei Titan, Inconel® und mittleren Wandstärken bleibt WIG die erste Wahl. Bei dünnem Edelstahl und großen Nahtlängen ist der Handlaser oft wirtschaftlicher. Mehr dazu: Laserschweißen von Hand.